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Zufluss des Fischingerbaches erfährt eine Revitalisierung

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Im Sommer, wenn die Temperatur des Rheins steigt, brauchen die kälteliebenden Fische Rückzugsorte, um sich vor Hitzestress zu schützen. Doch entlang des Rheins gibt es nur wenige Gewässer, die sich dafür eignen. Eines davon ist unser Fischingerbach. Da der Bach gut beschattet ist, bleibt das Wasser kühl genug, um Hitzestress bei den Fischen zu verhindern.

Um diese Rückzugsmöglichkeiten weiter zu verbessern, revitalisierte 2023 die Abteilung für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons den Einlauf des Fischingerbachs in den Rhein. Die Kosten hierfür wurden auf 111’700 Franken veranschlagt. Die Arbeiten dauerten Ende August bis Mitte November.

Der revitalisierte Bachabschnitt ist etwa 55 Meter lang und erstreckt sich von der Mumpfer Hauptstrasse parallel zum Fähriweg zur Rheinmündung.

Die Betonsohle wurde auf dieser Strecke durch eine natürliche Bachsohle ersetzt. Im unteren Abschnitt wurden durch Blocksteinriegel zwei grosse Becken geschaffen. Die Schwellenhöhe von 15 Zentimeter sichert die Fischwanderung. Auf derselben Strecke erfolgte das Anlegen einer 30 Zentimeter tiefen und 90 Zentimeter breiten Niederwasserrinne.

Arbeiten
Stau Fischingerbach
Arbeiten

Pfähle aus Fichten- oder Föhrenholz sowie Wurzelstöcke leiten das Wasser zurück in die Niederwasserrinne und sorgen dafür, dass sich diese dynamisch weiterentwickeln kann. Die Holzpfähle verfüllen sich mit der Zeit mit Geschiebe und Schwemmholz und bilden dabei Kleinstrukturen aus, also kleinste Lebensräume im Wasser.

Staustufen

Im Mündungsbereich wurden ein „Raubbaum“ sowie Wurzelstöcke platziert, um kleineren Fischen als Unterschlupf und Versteck zu dienen. Sie sind mittels Anker und Seilen an einem Blockstein befestigt und werden mit Holzpfählen in Position gehalten. Um die Fische an Rückzugsort vor Fressfeinden zu schützen, wurden bei der Brücke, sowie kurz vor der Rheinmündung, je zwei Blocksteine mit Ringmuttern versetzt. Dies, damit das Spannen eines Netzes über die Becken ermöglicht wird.

Tanne im Wasser
Einlauf hoher Wasserstand

Neben der Verbesserung des ökologischen Zustands bringen die Arbeiten auch einen Mehrwert für die Bevölkerung von Mumpf und für Spaziergängerinnen und Spaziergänger am Rheinuferweg.



Bericht:
Gerhard Trottmann


Quellen:
- Abteilung für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons Aargau: „Projektbeschrieb“
- KSL Ingenieure AG: „Revitalisierung Fischingerbach Mumpf – K 292 bis Rhein“